Feuerwehr-Wettkämpfe in Vollersode – Bericht

Tag 1 … Heimberg-Fuchs-Wettkämpfe

Manche meinen: „Petrus sei in seiner Freizeit selber Feuerwehrmann und deshalb uns Feuerwehren meistens Wohlgesonnen“.
Für den ersten Tag der Wettbewerbe in Vollersode scheint das jedenfalls zu stimmen. Bei angenehmen Temperaturen, Sonnenschein und trockenem Wetter starteten wir zu Tag 1 der Veranstaltung – Den Heimberg-Fuchs-Wettkämpfe. Ab 10:00 Uhr begannen die Vorbereitungen an diesem Tag und um 18:00 Uhr war alles bereit für die Teilnehmer und den weiteren Gästen.

Der Platz für die Gäste ist vorbereitet …
… Getränke stehen bereit …
… Die Wettkampfbahn bekommt den letzten Schliff …
… Wasserversorgung steht und das Wetter spielt auch mit.

Ab 18:00 Uhr trafen die Teilnehmer aus Axstedt, Bornreihe, Hambergen, Kuhstedtermoor, Lübberstedt, Schlußdorf, unserer Heimmanschaft aus Vollersode und zahlreiche Zuschauer ein, um die Veranstaltung bei schönstem Mai-Wetter zu genießen.

Begrüßen, miteinander schnacken und warten, das es los geht.

Bei den Wettbewerben nach Heimberg-Fuchs steht die Kameradschaft und der Spaß im Vordergrund, nicht Zeiten und Punkte. Daher waren die Gruppen auch bunt gemischt. Von den „alten Hasen“, bis zu den „jung dynamischen“ war alles vertreten.

Position einnehmen und los geht’s.

Das die „alten Hasen“ den jungen in nichts nachstanden, konnte man schließlich bei der Siegerehrung sehen.

Aufstellen zur Siegerehrung

Wie es Sitte ist, geht niemand leer aus. Neben der Urkunde erhielt jede teilnehmende Gruppe eine leckere Mettwurst. Die Siegergruppe konnte sich zusätzlich über ein schönes Stück Schinken freuen.

Auf was sich die Gruppen wohl mehr freuen … Urkunde oder Mettwurst?

Da das passende Schneidwerkzeug inbegriffen war, haben es weder die Mettwürste, noch der Schinken geschafft, die Gemeinde Vollersode zu verlassen (so wurde mir berichtet).
Platzierungen sind bei Heimberg-Fuchs eigentlich nebensächlich, trotzdem sollte nicht unerwähnt bleiben, das die alten Wettkampf-Profis aus Schlußdorf auch in Vollersode den ersten Platz erzielen konnten.

Gratulation Schlußdorf zum 1. Platz

Nach der Siegerehrung ließen die Kameraden den Tag dann bei einem Bier (und vielleicht auch noch ein weiteres Nackensteak im Roggenbrötchen) ausklingen.

Gemütlich den Tag ausklingen lassen.

Eine kurze Nacht zur Erholung

Tag 2 … Gemeinde- und Jugendwettkämpfe

Schon früh am Tag ging es los. Alles musste für die bevorstehenden Wettkämpfe aufgeräumt und hergerichtet werden. Die Wettkampfplätze mussten für die vier Wettbewerbe neu vermessen und vorbereitet werden.

Modul 1 – „Kuppeln einer Saugleitung“
Modul 2 – Maschinistenprüfung
Modul 3 – Löschangriff
Jugendwettbewerbe

Auch für Speis und Trank wurde wieder gesorgt, …

Die Nackensteaks warten (nicht lange) auf Abnehmer
Die Kaffeetafel ist vorbereitet
Kalte Getränke stehen auch schon bereit

… so das die ersten Gäste und Wettbewerbsgruppen, die ab 13:00 Uhr eintrafen, mit allem versorgt waren. Es nahmen sechs Ortswehren und vier Jugendfeuerwehren der Samtgemeinde Hambergen teil. Zusätzlich waren die zwei Gastwehren aus Sandhausen und Stendorf unserer Einladung gefolgt, um sich mit uns zu messen.

Aufstellen zur Begrüßung durch den Samtgemeindebrandmeister Jens Bullwinkel

Pünktlich starteten die Wettbewerbe zeitgleich auf allen vier Plätzen und alle Teilnehmer, Erwachsene sowie Jugendlichen zeigten ihr können. Erstmals fanden in der Gemeinde die Gemeindewettkämpfe nach den neuen Regeln statt. Drei einzeln Aufgaben (Module) waren zu erfüllen – Kuppeln einer Saugleitung, Löschangriff und die Maschinistenprüfung (Fahrprüfung).


Modul 1 – „Kuppeln einer Saugleitung“

Alles beginnt und endete mit dem Buzzer! Dazwischen mussten vier große Saugschläuche (jeder ca. 2 Meter lang) verlegt, miteinander und der Pumpe gekuppelt und letztendlich mit Leinen gesichert werde.

Hier war besonders Schnelligkeit und Teamwork gefragt. Jeder Handgriff der fünf Teilnehmer musste sitzen, damit die Wertungsrichter keine Fehler fanden und Bestzeiten (unter 50 Sekunden) erzielt werden konnten.

Bereit für das Startsignal
Jede Sekunde zählt, also musst alles perfekt liegen …
… und auch das kuppeln muss sitzen.
Jetzt noch die Leinen richtig knoten und anbringen …
… und dann schnell zurück zur Startlinie.
Jetzt noch den Buzzer drücken und es ist geschafft.

Modul 2 – Maschinistenprüfung

Augenmaß und Erfahrung sind hier von nöten. Mit dem eigenen Einsatzfahrzeug muss ein abgesteckter Parcours befahren werden, wobei links und rechts gerade mal 10 cm Platz ist und der Fahrer teilweise die Grenzen nicht sehen kann. Da müssen Fahrer und Einweiser ein eingespieltes Team sein. Zusätzlich darf nur an zwei vorgegebenen Positionen das Fahrzeug gestoppt werden. Alle weiteren Stopps werden als Fehler angerechnet.

Die Aufgabe sieht einfach aus, ist sie aber nicht.

Bei den Schlauchbrücken ist ein gutes Gefühl für das Gaspedal notwendig.
Augenmaß ist bei den Pylonen gefragt.
Hier ist das Zusammenspiel von Fahrer und Einweiser wichtig, sowie eine gute Reaktion.
Das Rückwärts-Einparken ist die größte Herausforderung. Es zählt die hinterste Kante (hier die Halterung der Steckleiter auf dem Dach).

Modul 3 – Löschangriff

Als letzte Aufgabe für die Einsatzabteilung stand der Löschangriff an. Hier wird die gesamte Gruppe (9 Personen) oder Staffel (6 Personen) gefordert. Ziel ist es, einen angenommenen Brand zu löschen. Dazu ist die Wasserversorgung vom Hydranten über die Pumpe des Fahrzeuges, bis zum „Feuer“ aufzubauen und den Brand dann zu bekämpfen. Zwischendurch ist auf Kommando, in möglichst kurzer Zeit, ein Schlauch auszuwechseln. Auch hier achten die Wertungsrichter darauf, das keine Fehler gemacht werden, was sich erheblich auf die Punktezahl auswirkt.

Teamwork, Erfahrung und Koordination sind hier gefordert, um ein gutes Ergebnis hinzulegen.

Der Gruppenführer der Staffel gibt den Einsatzbefehl, dann geht es los
Jeder Handgriff muss unter den wachsamen Augen der Wertungsrichter sitzen
Der Hydrant muss korrekt gesetzt und richtig gesichert werden, sonst hagelt es Fehlerpunkte
Insgesamt 200 Liter im Behälter sind nötig, um die Aufgabe abzuschließen

Jugendwettkämpfe

Parallel zu den Erwachsenen hat auch unser Nachwuchs … die Feuerwehrfrauen und Männer von morgen, ihre Gemeindewettkämpfe zu bestreiten. Hier ging es nicht geringer zur Sache und es wurde mit Ehrgeiz um jeden Punkt und jede Sekunde gekämpft. Ähnlich dem Löschangriff der Einsatzabteilungen hatten auch die Jugendfeuerwehren „einen Brand von A bis Z“ zu bekämpfen. Neben Schläuche ausrollen und kuppeln, Pumpe bedienen, Strahlrohr halten, Kommandos geben (und ausführen) und Knoten binden, war auch eine Sprossenleiter zu erklimmen, durch einen Tunnel zu kriechen und andere Hindernisse zu bewältigen.

Hut ab!

Mit viel Eifer werden die Aufgaben angegangen
Die Sprossenleiter ist für die Mädchen und Jungen kein ernstzunehmendes Hindernis
Auch hier gibt der Gruppenführer/in die Befehle an die einzelnen Trupps, …
… die diese dann umsetzen. Fast geschafft

Die Zeiten zwischen den Aufgaben und das warten auf die Siegerehrung konnte mit diversen Getränken, Pommes, Bratwurst, Nackensteaks und einer herrlichen Kuchentafel (von der wirklich nichts übrig blieb) überbrückt werden.

die Bilder sprechen für sich

Dann war es Zeit, Aufstellung für die Siegerehrung zu beziehen. Wie schon gestern ging auch heute niemand leer aus. Neben Urkunden und Pokalen gab es auch was für den Genuss. Die Erwachsenen konnten sich wieder auf eine Mettwurst und einem Schinken (für den Erstplatzierten) freuen. Für die Jugendlichen gab es eine süße Belohnung.

Begonnen wurde mit dem Ergebnis der Jugendwettkämpfe. Hier konnte sich die Jugendfeuerwehr aus Vollersode den ersten Platz und auch den begehrten Wanderpokal für den besten Gesamteindruck sichern.

Den krönenden Abschluss machte dann die Ehrung der Einsatzabteilungen. Hier konnte sich die Ortsfeuerwehr Sandhausen mit einem beachtlichen Ergebnis den ersten Platz erkämpfen.

Da der Wanderpokal die Gemeindegrenzen nicht überschreiten darf, ging dieser diesmal nicht an den Erstplazierten. Da die Ortsfeuerwehr Bornreihe die letzten drei Jahre in Folge Sieger der Gemeindewettbewerbe war und damit den bisherigen Wanderpokal dauerhaft behalten dürfen, musste ein neuer her. Dieser wurde dankenswerterweise vom Samtgemeindebürgermeister Reinhard Kock gestiftet und überreicht.

Die Bornreiher Kameraden ließen es sich als bestplatzierte Gemeindewehr auch in diesem Jahr nicht nehmen, den neuen Pokal für ein Jahr neben den alten in ihrem Gerätehaus auszustellen. Herzlichen Glückwunsch.


Danksagung:

Es bedarf so eine Veranstaltung eine Vielzahl an engagierten Helferinnen und Helfer, die hier nicht vergessen werden sollen.

  • Die Wertungsrichter, die immer über Zeiten und Regeln wachten.
  • Die Spenderinnen von unheimlich leckeren Kuchen und Torten.
  • Silvia, Daniela und Sabrina, die dafür sorgten, das aber auch das letzte Stück Torte einen Abnehmer fand.
  • Und natürlich die Kameraden der Ortsfeuerwehr Vollersode, die etliche Tage geplant, organisiert, gebaut, ausgemessen, gegrillt, ausgeschenkt, transportiert, eingerichtet, gereinigt, ausgewertet, fotografiert und bewirtet haben.