Gemeindewettkämpfe 2019 in Vollersode am 24.05. und 25.05.

Gute 4 Wochen noch, dann finden die Gemeindewettkämpfe am 24.05. und 25.05. statt. In diesem Jahr werden wir in Vollersode Ausrichter dieser Veranstaltung sein.

Am 24.05. (Beginn 18:00 Uhr) stehen die „Alters“-Wettkämpfe nach Heimberg-Fuchs auf dem Plan (Hintergrundinfos dazu am Ende des Beitrages). An diesem Traditions-Wettkampf werden nicht nur die Ortswehren der Samtgemeinde Hambergen teilnehmen, sondern es sind auch Wehren aus dem Umland dazu eingeladen.

Am 25.05. werden dann ab 13:00 Uhr die offiziellen Leistungswettbewerbe der Jugendfeuerwehren und der Einsatzabteilungen aus der Samtgemeinde Hambergen durchgeführt.


Premiere – Neue Wettbewerbsregeln

In Vollersode gibt es am 25.05. dann auch die Premiere der neuen Wettbewerbsregeln für die Einsatzabteilungen. Die Wehren müssen jetzt drei Einzelwettkämpfe (Module) absolvieren, deren Gesamtergebnis wiederum die Platzierung ergibt.

Zwei der Einzelwettkämpfe werden wie gewohnt, beim Gerätehaus der Feuerwehr Vollersode durchgeführt. Für das dritte Modul „Maschinistenprüfung“ haben wir in diesem Jahr das Betriebsgelände der Firma
Wohltmann Landtechnik GmbH zu Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank für die Unterstützung.

Übersicht Maschinistenprüfung

Für Speis und Trank wird wie gewohnt gesorgt sein und wir freuen uns auf euren Besuch.


Hintergrundinfos: Wettbewerbe nach Heimberg-Fuchs

Die Geschichte der Feuerwehren spiegelt sich im Namen dieser Wettbewerbe wider. Ende der 1930er Jahre begann man die Ausbildung zu vereinheitlichen und zu zentralisieren. 1930 nahm man die Ausbildung an der Landesfeuerwehrschule in Loy auf, nur ein Jahr später begann der Ausbildungsbetrieb an der Landesfeuerwehrschule in Celle. 1934 erschien das Lehrbuch „Die Dreiteilung des Löschangriffs“ des Cellers Walter Schnell. Grundzüge dieses Werkes sind bis heute im Feuerlöschwesen erhalten geblieben wie z. B. die Einteilung der Mannschaft in Trupps und die Aufteilung des Löscheinsatzes zwischen Wasserentnahmestelle und Brandobjekt in Arbeitsbereiche. Mit diesem Werk gab es erstmals einen Leitfaden für Ausbildung und Einsatztaktik. Verfeinert und vertieft wurde dieses durch ein allumfassendes Werk der Autoren Heimberg und Fuchs („Ausbildungsanleitung für den Feuerwehrdienst“, 1944). Dieses hatte bis in die 1970er Jahre Gültigkeit und wurde nach und nach durch neue Feuerwehrdienstvorschriften ersetzt.

Von 1955 bis in die 1970er Jahre wurden nach den Wettbewerbsbestimmungen „nach Heimberg-Fuchs“ alle offiziellen Feuerwehrwettbewerbe ausgerichtet. Bei der durchzuführenden Übung muss die Löschgruppe in kurzer Zeit und möglichst ohne Fehler einen Löschangriff mit einer offenen Wasserentnahmestelle aufbauen. Das benötigte Material (TS, Saugschläuche, Saugkorb, Leinen, B- und C- Rollschläuche, Strahlrohre, Schlauchhalter, Äxte, Brechstange und eine Handlampe) liegt dabei in einem markierten Bereich bereit. Die Gruppe tritt an und bekommt den Einsatzbefehl von ihrem Gruppenführer. Die Zeitmessung läuft ab dem letzten Wort des Einsatzbefehls „….vor!“ und wird beim Fall des letzten der drei „Eimer“ gestoppt, die an der „Eimerlinie“ auf Stativen stehen. In dieser Zeit kuppeln Wasser- und Schlauchtrupp die Saugleitung, der Melder legt die B-Leitung zum Verteiler, setzt den Verteiler und bedient diesen. Der Angriffstrupp, der Wassertrupp und der Schlauchtrupp haben dann die Aufgabe jeweils einen Eimer von einem Stativ zu spritzen. Ihre Leitungen legen die Trupps dabei selbst. Schnelle Gruppen erreichen Zeiten von unter 50 Sekunden. Abgebaut wird erst nach dem Urteil der Schiedsrichter.